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Spannungskopfschmerzen: Ursachen, Symptome & Therapien

Photo by Cassidy Kelley on Unsplash

Von den über 200 Arten von Kopfschmerzen weltweit sind Spannungskopfschmerzen die häufigste Kopfschmerzart. Sie werden auch als Kopfschmerzen vom Spannungstyp bezeichnet. Was man gegen sie tun kann, welche Ursachen, Auslöser und Symptome sie haben -und
noch so Einiges mehr- erfahrt ihr hier.

Was ist überhaupt Spannungskopfschmerz?

Generell unterscheidet man zwischen primären und sekundären Kopfschmerzen. Beim Kopfschmerz vom Spannungstyp handelt es sich, wie bei Migräne und Clusterkopfschmerz auch, um eine eigenständige Erkrankung, also um primäre Kopfschmerzen. Sekundäre Kopfschmerzen hingegen zeichnen sich dadurch aus, dass sie Symptome einer anderen Krankheit wie zum Beispiel einer Kopfverletzung, Gefäßerkrankung, Infektionskrankheit oder einem Medikamentenübergebrauch sind. Beim sekundären Kopfschmerz handelt sich also nicht um eine eigenständige Erkrankung, während Spannungskopfschmerzen eine ist.

Welche Symptome weisen Spannungskopfschmerzen auf?

Spannungskopfschmerzen sind episodisch auftretende, leichte bis mittelschwere Kopfschmerzen, mit einer Dauer von wenigen Stunden bis zu mehreren Tagen. Der Schmerz fühlt sich meist pressend, ziehend oder dumpf an. Vielen Betroffenen fällt es schwer den Schmerz klar zu lokalisieren. Wenn doch, dann tritt er meist beidseitig in der Schläfenregion auf. So als hätte man einen zu kleinen Helm auf oder ein zu eng gespanntes Tuch um den Kopf. Im Unterschied zur Migräne gibt es in der Regel keine Begleiterscheinungen und die Schmerzen verschlimmern sich nicht bei Bewegung. Im Gegenteil: Manchmal werden die Kopfschmerzen bei einem langen Spaziergang sogar besser!


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Dauer und Häufigkeit von Spannungskopfschmerzen

Rund ein Drittel der deutschen Bevölkerung hat mindestens einmal pro Monat Spannungskopf-schmerzen, drei Prozent von ihnen leiden sogar an chronischen Spannungskopfschmerzen. Ähnlich wie bei Migräne, sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Die Kopfschmerzen werden am häufigsten im Alter von 19 Jahren diagnostiziert. Knapp 20 Prozent der Frauen und 14 Prozent der Männer dieser Altersgruppe sind von Spannungskopfschmerzen betroffen. Die Zahl der 18- bis 27-Jährigen mit einer Kopfschmerzdiagnose ist im Zeitraum von 2005 bis 2015 um 42 Prozent gestiegen.

In der Diagnostik des Spannungskopfschmerzes unterscheidet man drei unterschiedliche Verlaufsformen, welche auch ineinander übergehen können. Die leichteste Form wird als sporadisch auftretender episodischer Kopfschmerz vom Spannungstyp bezeichnet. Hierbei dürfen die Schmerzen nicht häufiger als einmal pro Monat und 12x im Jahr auftreten. Letztlich gilt diese Form als nicht behandlungsbedürftig. Als häufig auftretender episodischer Spannungskopfschmerz gilt eine Häufigkeit von 2-14x pro Monat. Von chronischen Spannungskopfschmerzen spricht man, wenn die Beschwerden durchschnittlich an über 15 Tagen im Monat über mindestens 3 Monate auftreten, oder anders formuliert: an mindestens 180 Tagen im Jahr.

Auslöser von Spannungskopfschmerzen

Kopfschmerzen vom Spannungstyp entstehen multifaktoriell, d.h. durch mehrere verschiedene Auslöser. Dabei spielt Stress eine entscheidende Rolle. Recht passend dazu hat man Spannungskopfschmerzen früher auch »Stresskopfschmerzen« genannt. Längerer psychosozialer Stress, wie Stress am Arbeitsplatz oder Partnerschaftskonflikte, schwächt nämlich das sensible körpereigene Schmerzabwehrsystem. Unser Gehirn ist eigentlich bemüht, das Schmerzempfinden so zu regulieren, dass nicht jedes Ziepen bewusst als Schmerz wahrgenommen wird. Die Schmerzinformationen aus den Nervenbahnen des gesamten Körpers laufen im Gehirn zusammen. Dort kann die Verarbeitung über chemische und elektrische Mechanismen gesteuert und gefiltert werden – ähnlich wie bei einem guten Radio, wo wir auch Höhen und Tiefen einstellen können. Das Öffnen und Schließen der Filter wird im Gehirn vor allem über verschiedene Botenstoffe reguliert. Dabei spielt der Neurotransmitter Serotonin eine besondere Rolle. Durch Stress kann es jedoch zu einem Mangel an diesen wichtigen Botenstoffen kommen, wodurch die Schmerzregulation nicht mehr gut genug funktioniert. Es ist wichtig zu wissen, dass sich generelle Veränderungen in unserer Schmerzregulation am stärksten im Kopf- und Nackenbereich auswirken, da die Nervenbahnen dort besonders sensibel sind. Dies begünstigt natürlich Kopfschmerzen.

Auch scheinen stressbedingte Lebensstilveränderungen, wie weniger Bewegung, ein unregelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus, unregelmäßige Mahlzeiten oder vermehrter Alkohol- und Nikotinkonsum Kopfschmerzen auszulösen.

Eine weitere, häufig unbeachtete Ursache, können Kiefer- und Zahnfehlstellungen, nächtliches Zähneknirschen und eine dadurch resultierende verspannte Kaumuskulatur sein. Um dem vorzubeugen, sind regelmäßige Kontrollen durch den Zahnarzt oder Kieferorthopäden sinnvoll. Dieser kann eine angepasste Biss-Schiene zur Entlastung des Kiefergelenks anfertigen oder Zahnfehlstellungen korrigieren.

Ursachen von Spannungskopfschmerzen

Die genauen wissenschaftlichen Ursachen der Spannungskopfschmerzen konnten bisher noch nicht eindeutig geklärt werden.

Interessant ist natürlich die Frage, ob Spannungskopfschmerzen sich auch auf Muskelverspannungen im Nacken- und Schulterbereich zurückführen lassen. Die Antwort ist: Jein! Ein Großteil der Betroffenen weist tatsächlich deutliche Schulter- und Nackenverspannungen auf, nur eben nicht jeder.

Gründe für eine verspannte Muskulatur können körperliche Fehlhaltungen, wie eine ungünstige Körperhaltung am Computerarbeitsplatz, oder eine Schwäche der Rückenmuskulatur sein. Durch eine dauerhafte Anspannung der Muskulatur, wird die Durchblutung der Muskulatur erschwert und es können sich die sogenannten »Triggerpunkte« bilden. Triggerpunkte, welche manchmal sogar als kleine verhärtete Knötchen tastbar sind, sind Muskelstellen mit einer besonders hohen Druckschmerz-empfindlichkeit. Aktive Triggerpunkte können jedoch in vielseitige Richtungen, auch in den Kopf ausstrahlen.

Was kann man gegen Spannungskopfschmerzen tun?

Generell sollte der Prophylaxe von Spannungskopfschmerzen eine besondere Bedeutung zukommen. Dabei spielen Strategien zur Stressreduktion eine besondere Rolle. Neben einer bewussteren und ausbalancierteren Alltagsgestaltung werden die regelmäßige Durchführung von Entspannungsverfahren (Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Atemtherapie, Autogenes Training) empfohlen. Diese bewirken, neben der Entspannung der Muskulatur, auch einen Abbau der Stresshormone und eine Regeneration der körpereigenen Schmerzabwehrsysteme. Einen weiteren wichtigen Faktor stellt regelmäßiges Ausdauertraining dar. Empfohlen wird Ausdauersport wie Radfahren, Joggen oder Schwimmen und das am besten 3x 30 Minuten pro Woche.

Speziell gegen verspannte Nacken- und Schultermuskulatur können auch gezielte physiotherapeutische Übungen zum Dehnen und Lockern der Muskulatur und die Bearbeitung der Triggerpunkte helfen. Diese Übungen könne sich positiv auf die Kopfschmerzen auswirken und Anleitungen dazu sind daher auch im Pro-Modul Active unserer Kopfschmerz- & Migräne-App M-Sense zu finden.

Auch Wärme- und Kälteanwendungen wirken sich positiv auf die Durchblutung der Muskulatur aus und können Verspannungen lindern. Um die Ursache für muskuläre Verspannungen zu beseitigen, sollte beim eigenen Arbeitsplatz darauf geachtet werden, dass die Höhenrelation von Tisch und Stuhl, die ergonomische Arm- und Rückenlehnen sowie der Blickwinkel auf den Bildschirm individuell auf den Benutzer angepasst werden. Diese und viele weitere Tipps sind auch im ausführlichen Wissensteil der Kopfschmerz-App zu finden.

Leicht bis mittelstarke Kopfschmerzen können auch mit rezeptfreien Schmerzmedikamenten wie Acetylsalicylsäure (Aspirin), Paracetamol oder Ibuprofen behandelt werden. Hierbei sollte man jedoch darauf achten, dass man diese Medikamente nicht zu häufig einnimmt und nicht das Risiko eines Medikamentenübergebrauchskopfschmerzes (MÜK) eingeht. Wenn Kopfschmerzmedikamente über einen Zeitraum von drei Monaten an mehr als 10 Tagen pro Monat eingenommen werden, besteht die Gefahr einen MÜK zu entwickeln. Der medikamenteninduzierte Kopfschmerz hat ähnliche Symptome wie der Spannungskopfschmerz und wird aus diesem Grund häufig nicht früh genug diagnostiziert.

Gerade an heißen Sommertagen ist Flüssigkeitsmangel eine häufige Ursache für Spannungskopf-schmerzen, deshalb ist es wichtig täglich mindestens 2 Liter zu trinken.

Damit der Arzt eine individuelle effektive Behandlung finden kann, ist es elementar herauszufinden was die Spannungskopfschmerzen auslösen. Dazu führt der Betroffene in der Regel ein Kopfschmerztagebuch, als Hilfsmittel bei der Diagnose und zur Überwachung der Behandlung. Dies kann man per Stift und Papier oder auch mittels einer App, wie z.B. unserer Kopfschmerz-App M-sense tun. Letzteres hat den Vorteil, dass man sie immer bei sich trägt und dass auch bei Bedarf ein sogenannter Arztreport mit allen eingegebenen Informationen an den Arzt oder die Ärztin weitergeleitet werden kann. Darüber hinaus unterscheidet die App nach dem Eingeben der Symptome ganz automatisch, ob es sich um einen Migräneanfall, Clusterkopfschmerz oder

Jeder Dritte hat mindestens einmal pro Monat Spannungskopfschmerzen, zwölf Prozent der Deutschen leiden an Migräne. Viele Betroffene fühlen sich den schmerzhaften Attacken hilflos ausgeliefert und wissen oft nicht, dass es neben Medikamenten auch andere, sehr effektive
Behandlungsmethoden gibt. Mit unserer Kopfschmerz- & Migräne-App M-sense wollen wir dazu beitragen, die eigene Krankheit besser zu verstehen und individuell wirksame Behandlungsmethoden zu finden.

Spannungskopfschmerzen handelt. Äusserst praktisch! Genauso wie der Medikamententracker und der "Medi-Check", den man bei einem erneuten Anfall durchführen kann. Er sagt einem ganz genau, wie oft man diesen Monat schon Schmerzmedikamente genommen hat und wirkt somit vorbeugend gegen den sogenannten Medikamenten-Übergebrauchs-Kopfschmerz (MÜK). Das erweiterte Pro-Modul Active der Kopfschmerz-App M-sense bietet darüber hinaus auch Therapiemöglichkeiten wie eine Akuthilfe, den eben genannten Medi-Check, Imaginationsübungen sowie Entspannungsübungen und eine tolle Motivationshilfe zur Durchführung von regelmässigem Ausdauersport an.


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Kopfschmerzen und Migräne wirksam behandeln mit M-sense Active

Fazit

Weltweit sind Spannungskopfschmerzen die am häufigsten auftretenden Kopfschmerzen. Es handelt sich um eine primäre Kopfschmerzerkrankung, dessen Symptome episodisch auftretende, leichte bis mittelschwere Kopfschmerzen sind, die wenige Stunden bis zu einigen Tagen andauern können und von Betroffenen als dumpf, ziehend oder pressend beschrieben werden. Im Gegensatz zu Migräne gibt es meist keine Begleiterscheinungen und die Schmerzen können sich bei Bewegung verbessern. Es gibt verschiedene Verlaufsformen von Spannungskopfschmerzen und die Ursachen dieser Erkrankung sind weitestgehend ungeklärt. Verschiedene Auslöser können jedoch die Kopfschmerzen vom Spannungstyp begünstigen, wie z.B. langanhaltender Stress, vermehrter Alkohol- oder Nikotinkonsum, mangelnde Bewegung oder Verspannungen. Bei der Diagnostik sowie bei der Therapie hilft das konsequente Führen eines Kopfschmerztagebuchs, das regelmässige Durchführen von Entspannungsübungen sowie von Ausdauersport und die generelle Reduktion von Stress. Bei beiden können moderne Apps wie die Kopfschmerz- & Migräne-App M-sense hilfreich sein.



Dr. rer. nat. Markus A. Dahlem
Dr. rer. nat. Markus A. Dahlem

Dr. Markus Dahlem forscht seit mehr als 25 Jahren über die Entstehung der Migräne. Als Physiker interessiert ihn grundsätzlich, ob mathematische Berechnungen etwas zum Grundverständnis von Erkrankungen beitragen können.

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