FAQ

App auf Rezept

M-sense Migräne kann von Patient*innen mit einer bestehenden Migränediagnose (ICD-10 G43, ICHD3 1), inklusive reine menstruelle Migräne und menstruationsassoziierte Migräne (ICHD3 A1.1.1-2 und A1.2.0.1-2) benutzt werden.

Ja, bei vorliegen einer Migräne-Erkrankung wird M-sense Migräne von allen gesetzlichen Krankenkassen vollständig erstattet. Das funktioniert entweder über ein entsprechendes Rezept von deiner Ärzt*in oder über einen Diagnosenachweis (z.B. eine Krankschreibung oder ein Arztbrief), den du direkt an die Krankenkasse schickst.

Die meisten private Krankenkassen erstatten DiGAs ebenfalls – aber du solltest dich vorher vergewissern. Dann kannst du M-sense Migräne installieren, dich als Selbstzahler anmelden und die Rechnung bei deiner Krankenkasse einreichen.

Alle Informationen zur Erstattung von Apps auf Rezept findest du hier.

Seit der Einführung des Digitale-Versorgung-Gesetzes (DVG) und der Aufnahme von M-sense Migräne in das offizielle DiGA-Verzeichnis kann deine Ärzt*in dir ein Rezept auf dem Muster 16 für unsere DiGA M-sense Migräne ausstellen. Alternativ kannst du auch einen Arztbrief über TeleClinic erhalten. Nach dem Einreichen von Rezept oder Arztbrief bekommst von der Kasse dann einen Freischaltcode, den du in der DiGA eingeben kannst.

Wenn du privat versichert bist, solltest du deine Krankenkasse vorher fragen, ob sie die DiGA erstatten. Du installierst sie dann, meldest dich als Selbstzahler an und reichst die Rechnung bei deiner Krankenkasse wie gewohnt ein.

Alle Informationen, wie das genau abläuft und welche Möglichkeiten es gibt, findest du hier.

Natürlich! Du hast die Möglichkeit, alle Funktionen von M-sense Migräne über ein Free Trial zwei Wochen lang unverbindlich und in vollem Umfang zu testen, um dich selbst von allen Funktionen zu überzeugen. Danach kann du sie dir entweder als Selbstzahler kaufen oder dir von deinem Arzt / deiner Ärztin ein Rezept ausstellen lassen.

Alle gesetzlichen Krankenkassen erstatten DiGAs, und die meisten private Krankenkassen ebenfalls. Erkundige dich vorsichtshalber vorher bei deiner Krankenkasse, wenn du privat versichert bist. Wenn du das OK von deiner Krankenkasse für die Erstattung von M-sense Migräne hast, funktioniert der Erstattungsprozess wie bei privaten Krankenversicherungen üblich.

Du lädst dir M-sense Migräne aus dem App oder Play Store herunter, kaufst die App als Selbstzahler*in (via In-App-Kauf) und lässt dir dann den Betrag von deiner privaten Krankenkasse zurückerstatten. Die App kostet 279,99 € pro Quartal (Netto ohne MwSt.: 184,86€, Brutto inkl. MwSt: 219,98 €, App Store/Play Store Preis inkl. Storegebühren: 279,99 €).

Du kannst deine Einträge mithilfe deines Nutzerkontos aus unserer alten App in die DiGA M-sense Migräne übertragen. Hast du bisher kein Nutzerkonto in der alten App erstellt, sind deine Daten nur lokal auf deinem Smartphone gespeichert. Zur Übertragung der Daten musst du also zunächst ein Nutzerkonto erstellen – deine Einträge werden dann anonymisiert auf unseren sicheren Server geladen. Mit einem eigenen Nutzerkonto kannst du die App löschen oder dich auf einem anderen Gerät anmelden, sodass deine Daten automatisch synchronisiert werden und du vollen Zugriff auf alle bisherigen Einträge hast.

Derselbe Prozess funktioniert auch mit M-sense Migräne: Du kannst dich mit deinem bestehenden Nutzerkonto, das du in der alten App erstellt hast, in M-sense Migräne einloggen. Wenn die Synchronisation beendet ist, hast du in der neuen App Zugriff auf deine alten Einträge!

Aber Achtung: Du kannst dein Nutzerkonto danach nicht mehr in der alten App nutzen, da die Einträge der DiGA verbessert wurden, und nicht mehr zum System der alten App passen.

Der Begriff “DiGA” steht für “digitale Gesundheitsanwendung” und beschreibt jede Art von CE-gekennzeichnetem digitalen Medizinprodukt, welches Betroffene einer Erkrankung aktiv auf dem Heilungsweg unterstützt.

 

Auch M-sense Migräne gehört, dank ihrer Fülle an Vorbeugungs- und Akutmaßnahmen, zu dieser Art von Anwendung – seit Dezember 2020 ist die App daher im offiziellen DiGA-Verzeichnis des BfArM gelistet und kann deutschlandweit von Ärzt*innen verschrieben werden.

Wir haben klinisch validierte Therapiemethoden, die von Ärzten empfohlen und in Schmerzkliniken angewandt werden, ins Digitale transferiert. Unsere Behandlungsprogramm setzt sich aus verschiedenen Teilen zusammen: Entspannung, Sport, Wissen und Akut-Hilfe.

Bei den Entspannungsverfahren stehen dir Audios für die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Autogenes Training und Atem-Meditation in jeweils unterschiedlichen Längen zur Verfügung. Die kürzeste Übung dauert nur 4 Minuten. Du kannst aber auch weitere Entspannungsmethoden wie Yoga, Thai Chi, Qigong u.a. nutzen und deren Erfolg tracken.

Die Akut-Hilfe beinhaltet konkrete Übungen, Infos und Tipps im Umgang mit akuten Kopfschmerzen. Diese setzen sich zusammen aus Imaginationsübungen sowie physiotherapeutischen Dehnungs- und Massageübungen speziell für Spannungskopfschmerzen. Bei den Imaginationen wird die eigene Vorstellungskraft genutzt, um die Schmerzintensität zu verringern.

Die physiotherapeutischen Übungen fördern die Durchblutung und wirken sich positiv auf den Schmerz aus.

In den Wissenslektionen haben wir fundiertes Fachwissen zu den Themen Ursachen, Auslöser, Verlauf und Therapien von Kopfschmerzen verständlich und individuell für dich aufbereitet. Basierend auf deinen Tagebucheinträgen werden dir in diesem Modul passende Informationen angezeigt.

In Verbindung mit einer guten medikamentösen Einstellung durch den behandelnden Arzt können solche Methoden helfen, die Stärke und Intensität deiner Migräneattacken um bis zu 40% zu reduzieren. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist jedoch, dass du die Übungen regelmäßig durchführst – am besten täglich. M-sense Migräne motiviert und unterstützt dich durch Erinnerungen dabei.

Nur bei einem Medizinprodukt kann sich deine Ärzt*in auf die Analyse deiner Tagebucheinträge und die anschließende Therapiebegleitung 100%ig verlassen. Wir haben eine umfangreiche Bewertung der Funktionen von M-sense Migräne durchführen und ein medizinisches Gutachten erstellen lassen.

 

Mit dem CE-Kennzeichen und unserer EG-Konformitätserklärung belegen wir, dass bei unserer App die grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen der entsprechenden EG-Richtlinien eingehalten werden. M-sense bekam außerdem als Zertifizierung das Siegel „Qualitätsprodukt Internetmedizin“, eine Produktzertifizierung des Bundesverbandes für Internetmedizin.

Nein, du solltest die Therapieverfahren von M-sense Migräne immer mit deiner Ärzt*in absprechen. Die Funktionen der App sind zwar eine wichtige Ergänzung zu einer kompetenten Migräne-Behandlung, ersetzen diese jedoch niemals komplett. Stattdessen haben wir M-sense Migräne speziell dafür entwickelt, dich und deinen Arzt möglichst effektiv bei der Therapie zu unterstützen.

Den Freischaltcode, den du nach der Einreichung deines Rezepts von deiner Krankenkasse erhältst, kannst du bis zu drei Monate nach dem Erhalt in M-sense Migräne eingeben, um die DiGA freizuschalten. Der Nutzungszeitraum selbst beträgt 90 Tage. M-sense Migräne wird dich von Zeit zu Zeit daran erinnern, dass du ein Folgerezept brauchst, um die App weiter zu nutzen.

Genau wie für Medikamente kannst du auch für Medizinprodukte wie M-sense Migräne Folgerezepte ausgestellt bekommen! Du kannst einfach bei deiner Ärztin oder deinem Arzt, welche(r) dir die App zum ersten Mal verschrieben hat, anrufen, und die Praxis informieren, dass du ein neues Rezept brauchst. Im Idealfall kannst du das unterschriebene Rezept dann einfach abholen, und es ist kein weiterer Termin nötig.

Allerdings wurden bisher noch kaum Folgerezepte für digitale Gesundheitsanwendungen ausgestellt, da die Integration von DiGAs in das deutsche Gesundheitssystem noch ganz am Anfang steht. Es kann also zunächst zu Fehlern oder Problemen kommen. Wir bitten dich deshalb um deine Geduld mit uns, deinem Arzt oder deiner Ärztin sowie mit deiner Krankenkasse! Wir alle arbeiten hart daran, dass dir so wenige Umstände wie möglich entstehen. Wenn es Probleme geben sollte, wende dich an unseren Support – wir werden versuchen, dir zu helfen: support@m-sense.de.

Wenn du ein Muster 16 Rezept (rosa Papier) für M-sense Migräne von deinem Arzt bekommen hast, ist dieses ca. einen Monat (28-30 Kalendertage) gültig und du kannst es in diesem Zeitraum jederzeit an deine Krankenkasse übermitteln.

Seit der Aufnahme in das offizielle DiGA-Verzeichnis des BfArM erstatten alle gesetzlichen Krankenkassen M-sense Migräne per Rezept oder Diagnosenachweis von deiner Ärzt*in und auch private Krankenkassen übernehmen gegebenenfalls die Kosten für die Anwendung. Für dich ist die App in beiden Fällen kostenlos.

 

Wenn du das Therapieprogramm im Apple App oder Google Play Store als Selbstzahler*in kaufen möchtest (z.B. auch, weil deine private Krankenversicherung es dir erstattet), kostet M-sense Migräne 279,99 € pro Quartal (Netto ohne MwSt.: 184,86€, Brutto inkl. MwSt: 219,98 €, Appstore/Playstore Preis inkl. Storegebühren: 279,99 €).

Systemanfoderungen Android

Die Mindest-Hardwareanforderungen für die Nutzung der Android-App M-sense Migräne sind:

  • 1024 MB RAM
  • Bildschirmauflösung von 720 x 1280 (16:9 – WXGA format)
  • Mindestauflösung von h-dpi (etwa 240 dpi)
  • Betriebssystemversion von Android 6 (Marshmallow) oder höher

 

Wir schließen daher ausdrücklich Geräte aus, die:

  • Wearables aller Art sind
  • eine zu geringe Auflösung haben (ldpi, mdpi Geräte)
  • eine zu geringe Bildschirmauflösung haben (kleiner als 720 x 1280)
  • auf Android 5 oder niedriger laufen
  • weniger als 1 GB Systemspeicher haben
  • nicht die Google Play-Dienste (z.B. Standortzugang, Firebase Benachrichtigungen) ausführen
  • Android TV, Amazon Kindle

 

Darüber hinaus empfehlen wir zusätzliche Funktionen für eine optimale Nutzung:

  • Das Gerät benötigt Internetzugang
  • Das Gerät benötigt einen Standortprovider (z.B. GPS)
  • Mindestens 150 MB freier Speicherplatz auf dem Gerät (Geschätzte Speichernutzung der Anwendung nach 2 Jahren Nutzung)

 

Systemanfoderungen iOS

Die Mindest-Hardwareanforderungen für die Nutzung der Android-App M-sense Migräne sind:

  • Mind. 1024 MB RAM
  • Bildschirmauflösung von mind. 720 x 1280 (16:9 – WXGA format)
  • Mindestauflösung von h-dpi (etwa 240 dpi)
  • Betriebssystemversion von Android 6 (Marshmallow) oder höher

 

Wir schließen daher ausdrücklich Geräte aus, die:

  • Wearables aller Art sind
  • eine zu geringe Auflösung haben (ldpi, mdpi Geräte)
  • eine zu geringe Bildschirmauflösung haben (kleiner als 720 x 1280)
  • auf Android 5 oder niedriger laufen
  • weniger als 1 GB Systemspeicher haben
  • nicht die Google Play-Dienste (z.B. Standortzugang, Firebase Benachrichtigungen) ausführen
  • Android TV, Amazon Kindle

 

Darüber hinaus empfehlen wir zusätzliche Funktionen für eine optimale Nutzung:

  • Das Gerät benötigt Internetzugang
  • Das Gerät benötigt einen Standortprovider (z.B. GPS)
  • Mindestens 150 MB freier Speicherplatz auf dem Gerät (Geschätzte Speichernutzung der Anwendung nach 2 Jahren Nutzung)

 

Systemanforderungen iOS

Die iOS-App M-sense Migräne erfordert mindestens iOS version 12.0.

Das bedeutet, dass die folgenden Geräte unterstützt werden:

  • iPhone 5s oder neuer
  • iPod Touch (6. Generation) oder neuer
  • iPad (5. Generation) oder neuer

M-sense Migräne bietet ein Kopfschmerztagebuch zur Dokumentation der Symptome vor, während und nach einer Kopfschmerzattacke, um ärztliche Entscheidungsprozesse zu unterstützen, den Krankheitsverlauf zu beobachten und zu überprüfen, ob neue und bisherige Behandlungen wirksam sind.

Darüber hinaus unterstützt M-sense Migräne das Krankheitsmanagement durch maßgeschneiderte Patientenschulungen und nichtmedikamentöse Maßnahmen, wie animierte physiotherapeutische Übungen, Anleitung zum Ausdauersport sowie Audiodateien für Entspannungs- und Imaginationsübungen, auf die der Anwender entweder nach einem personalisierten Plan oder bei akuten Kopfschmerzen zugreifen kann.

M-sense Migräne kann verwendet werden, wenn die folgende primäre Kopfschmerzerkrankung oder ihre Subtypen und Unterformen diagnostiziert wurden: Migräne (ICD-10 G43, ICHD3 1), einschließlich der rein menstruellen und menstruationsassoziierten Migräne (ICHD3 A1.1.1-2 und A1.2.0.1-2).

Nutzer*innen können ihre Daten in M-sense Migräne in einem maschinenlesbaren Format als JSON-Datei exportieren. Die Struktur der Daten basiert auf einem von Newsenselab entwickelten Standard, der im vesta-Verzeichnis veröffentlicht wurde.

Auslöser

Ungefähr die Hälfte der von Migräne betroffenen Frauen berichten, dass ihre Migräne-Attacken mit der Menstruation zusammenfallen. Bei der Diagnose werden zwei Formen unterschieden: 5 bis 10% haben eine reine menstruelle Migräne, bei der Attacken ausschließlich ein bis zwei Tage vor oder nach der Menstruation auftreten und das in mindestens zwei von drei Menstruationszyklen. Bei der sogenannten menstruationsassoziierten Migräne treten Attacken dagegen zwar gehäuft ein bis zwei Tage um die Menstruation auf, doch ebenso zusätzlich zu beliebigen anderen Zykluszeiten. M-sense Migräne kann analysieren, ob es sich um eine menstruelle oder menstruationsassoziierte Migräne handelt. Seit über 40 Jahren steht die  Vermutung, dass ein Absinken des Östrogenspiegels Migräne-Attacken auslöst. Neueste Studien scheinen das noch einmal zu belegen. Trotzdem bleiben die genauen physiologischen Zusammenhänge bis heute ungeklärt. Man nimmt an, dass zyklusabhängige hormonelle Schwankungen generell eine körperliche Belastung sind.

Stress gilt als häufigster Auslöser von Migräne-Attacken. Oft ist jedoch nicht der Stress an sich der relevante Einflussfaktor, sondern die Änderung des Stressniveaus – also von Entspannung zu Stress oder von Stress zu Entspannung. Eine Verringerung dieses Niveau-Unterschieds durch Therapiemethoden wie Progressive Muskelrelaxation ist deshalb durchaus sinnvoll und Teil der nicht-medikamentösen Therapie von M-sense Migräne.

Jede*r Dritte hat Alkohol im Verdacht, zumindest gelegentlich für Migräne-Attacken verantwortlich zu sein. Jede*r Zehnte sieht Alkohol als einen zuverlässigen Auslöser seiner Migräne. Auch Begleitstoffe in alkoholischen Getränken können Migräne-Attacken auslösen – so z.B. Tyramin, das in vielen Nahrungsmitteln bei Gärung oder Fermentation entsteht. Alkohol wirkt euphorisierend, Tyramin kann leistungs- und motivationsfördernd sein. Dahinter stehen unterschiedliche Botenstoff-Systeme im Körper, Dopamin und Noradrenalin. Durch deren Zusammenwirken werden Energiereserven schneller abgebaut und die Anfälligkeit für eine Migräne-Attacke erhöht. Deswegen kann auch die Tageszeit, zu der du Alkohol konsumierst, deine Anfälligkeit beeinflussen: Ein Glas Sekt bei Geburtstagsfeiern im Büro kann im Laufe des weiteren Tages vielleicht zur Migräne beitragen, während ein Glas Rotwein vor dem Zubettgehen hingegen folgenlos bleibt.

Durch eine gute körperliche Kondition kannst du Migräne-Attacken vorbeugen. Ausdauersport, wie z.B. Schwimmen, Radfahren oder Joggen, hält fit. Überanstrengung beim Sport mit Wettkampfcharakter kann hingegen bei manchen Menschen auch Attacken auslösen. Da der Migränekopfschmerz sich meist schon durch leichte körperliche Routineaktivitäten (z.B. Bücken oder Gehen) verstärkt, vermeiden Viele Bewegung oft sogar noch, wenn die Kopfschmerzen längst vorbei sind. Mit einer Vielzahl von Gewohnheiten und Ritualen – z.B. immer die Treppe nutzen oder einmal pro Stunde vom Schreibtisch aufstehen – sollte nach einer Migräne-Attacke die tägliche körperliche Aktivität langsam wieder gesteigert werden.

Ausgelassene und unregelmäßig eingenommene Mahlzeiten sehen drei von vier Betroffenen als einen Auslöser für ihre Migräne-Attacken an. Eine ausgelassene Mahlzeit kann den Blutzuckerspiegel absinken lassen und dadurch eine solche Attacke mitbedingen. Wenn der Blutzuckerspiegel unter den normalen Wert sinkt, wird das sympathische Nervensystem aktiviert, um gespeicherte Kohlenhydrate zu mobilisieren. Diese an sich sinnvolle sympathische Aktivierung bringt allerdings als Nebenwirkung das Nervensystem aus seinem Gleichgewicht. Es wird deshalb empfohlen auf regelmäßige, kohlenhydratreiche Mahlzeiten zu achten und auch ausreichend zu trinken. Ein plötzlicher Heißhunger, obwohl du regelmäßig gegessen hast, kann ein Vorboten-Symptom für eine Migräne-Attacke sein.

Bei Migräne kann sich Koffein grundsätzlich positiv auswirken. Es gibt sogar Medikamente, die eine Kombination aus Koffein und Schmerzmitteln enthalten. Das Gehirn gewöhnt sich allerdings schon innerhalb von zwei Wochen an erhöhte Dosen des beliebten Wachmachers. Koffein wirkt deswegen umso schwächer, je mehr du davon zu dir nimmst. Wenn Migräne-Attacken oder Spannungskopfschmerz am Wochenende auftreten, solltest du überlegen, ob sich dein Kaffee-Konsum am Wochenende ändert und die Attacken auch eine Art Entzugserscheinung sein könnten. Mit M-sense Migräne lässt sich das sehr gut dokumentieren. Noch ein Tipp: Wer gerne viel Kaffee, Espresso oder Tee trinkt, kann diesen einfach etwas schwächer zubereiten und so weiterhin ungehindert genießen.

Sowohl die Schlafdauer als auch die Schlafqualität werden häufig als Einflussfaktoren für Migräne genannt.

Schlafdauer: Drei von vier Betroffenen geben Schlafmangel als einen ihrer Auslöser an. Knapp jeder Vierte berichtet zudem, dass Attacken durch zu langes Schlafen oder zu spätes Aufstehen ausgelöst werden. Bahnt sich eine Migräne-Attacke hingegen schon an, ist die durchschnittliche Schlafdauer meist kürzer.

Schlafqualität: Ein tiefer und erholsamer Schlaf lässt dich am nächsten Morgen positiv in den Tag starten und fördert deine körperliche und seelische Entspannung. Schlechte Schlafqualität zusammen mit zu kurzem Schlaf ist bei vielen Betroffenen ein zuverlässiger Indikator für eine bevorstehende Migräne-Attacke.

Beim Wetter unterteilt man drei Bereiche, die Migräne oder Kopfschmerzen beeinflussen: die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und den Luftdruck. Diese Daten musst du bei M-sense Migräne nicht extra eingeben, die App holt sie sich selbstständig via GPS (du musst nur die Ortungsdienste eingestellt haben).

Temperatur: Drastische Temperaturschwankungen können dazu beitragen, dass sich eine Migräne-Attacke anbahnt. Außerdem nimmt man vor einer solchen Attacke Veränderungen der Temperatur oft stärker wahr, die Sensibilität ist also erhöht. Das kann ein sogenannter Vorbote sein, der die Attacke nicht auslöst, sondern ankündigt.

Luftfeuchtigkeit: Sehr hohe Luftfeuchtigkeit wird häufig als Auslöser von Migräne-Attacken genannt, extrem niedrige dagegen seltener. Bei hoher Luftfeuchtigkeit kann auch die Schmerzstärke zunehmen.

Luftdruck: Abfall oder Anstieg des Luftdrucks gelten ebenfalls als häufige Auslöser von Migräne-Attacken. Auch bestimmte Gehirnzellen, die mit Kopfschmerzen in Verbindung stehen, sind aktiver bei Druckabfall.

Funktionen

Mit dem Medikamenten-Tracker kannst du deine Einnahmen im Blick behalten, sodass du nicht aus Versehen zu viele Schmerzmittel während einer Attacke zu dir nimmst. Wenn du mit Hilfe unserer Migräne-App deine Auslöser gefunden hast, kannst du versuchen, sie in Phasen erhöhter Migräne-Anfälligkeit zu vermeiden. Und schließlich helfen die nicht-medikamentösen Therapieverfahren in M-sense Migräne, die Häufigkeit und Intensität deiner Attacken zu verringern, wenn du sie regelmäßig anwendest. Aufbauend auf deiner Analyse wird M-sense zum aktiven Therapie-Coach und bietet personalisierte Therapiepläne an, die sich an deinen Vorlieben orientieren (z.B. progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Ausdauersport oder kopfschmerzspezifische Konzepte der Verhaltenstherapie).

M-sense Migräne bietet dir viele Funktionen von denen bekannt ist, dass sie die Häufigkeit von Attacken reduzieren können. Dazu gehören Entspannung, Ausdauersport und kopfschmerzspezifische Konzepte der Verhaltenstherapie. Viele medizinische Studien kommen übereinstimmend zu der Einschätzung, dass zum Beispiel Entspannungsverfahren, wie die progressive Muskelentspannung nach Jacobson, in einem umfassenden Programm die Migränehäufigkeit durchschnittlich um 35–45 % senken können.

Der Arztreport bereitet deine Eingaben auf und fasst sie als individuelles Kopfschmerzmuster für deinen behandelnden Ärzt*innen sowohl in Zahlen als auch graphisch zusammen. So kannst du die Ergebnisse deines Kopfschmerztagebuchs in einer Drei-Monats-Ansicht als PDF oder ausgedruckt mit deiner Ärzt*in besprechen.

 

Die Art der Daten und das Layout haben wir in Zusammenarbeit mit erfahrenen Fachärzt*innen entwickelt. Wir erweitern den Arztreport ständig und jede Erweiterung steht dann rückwirkend für die gesamte Zeit, in der du M-sense Migräne nutzt, zur Verfügung. Deine Ärzt*in will noch mehr Informationen oder auch du hast einen Vorschlag? Dann schreib uns an diga-support@m-sense.de!

Aktuell kann M-sense Migräne die folgenden potentiellen Auslöser tracken:

 

  • Wetter (Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit)
  • Schlaf (Schlafdauer und Schlafqualität)
  • Koffein
  • Trinken
  • Verpasste Mahlzeiten
  • Aktivitätslevel
  • Energie
  • Stimmung
  • Stress
  • Alkohol
  • Rauchen
  • Menstruation
  • Medikamente
  • Entspannung
  • Training

 

Du musst aber nicht zu allen potentiellen Auslösern Daten eingeben. Das Wetter z.B. wird automatisch via GPS hinzugefügt – wenn du also nur deine Attacken dokumentierst, erhälst du bereits eine Analyse in Bezug auf Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit. Die anderen Auslöser kannst du wahlweise an- oder ausschalten.

In M-sense Migräne fließen Jahre der Forschungsarbeit über die Ursachen und Auslöser von Kopfschmerz und Migräneattacken ein. Wir sind davon überzeugt, dass die periodisch wiederkehrenden Attacken von einer schwankenden körperlichen Widerstandsfähigkeit im Wechselspiel mit einer begrenzten Anzahl von persönlichen Einflussfaktoren ausgelöst werden. Dieses Muster will M-sense Migräne mit dir herausfinden. Jede deiner Eingaben im Tagebuch wird dazu bezüglich deiner Schmerzen untersucht und aufbereitet. Umwelt-, Lebensstil- und hormonelle Faktoren werden analysiert, um dein individuelles Kopfschmerzmuster zu finden. Später analysiert die App nicht nur deine Tagebucheinträge, sondern auch den Effekt der von dir durchgeführten Therapiesitzungen auf deine Attacken.

Als digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) nach den strengen Kriterien des BfArM arbeitet M-sense Migräne mit sensiblen Gesundheitsdaten, die besondere Sicherung erforderlich machen. Die Erstellung deines Nutzerkontos ist nur der erste von vielen Schritten mit denen wir sicherstellen, dass deine Daten nicht verloren gehen. Wird dein Smartphone gestohlen oder du verlierst es, sind zumindest deine in M-sense Migräne eingegebenen Daten nicht weg, sondern können auf deinem neuen Gerät einfach mit dem Einloggen in dein Nutzerkonto wiederhergestellt werden.

Deine Kopfschmerzen werden von M-sense Migräne nach einem verbindlichen Klassifikationsschema (ICHD: International Classification of Headache Disorders) in Migräne oder Spannungskopfschmerzen eingeteilt. Dazu erfassen wir Eigenschaften und Begleitsymptome der Attacken. Manchmal ist allerdings nur eine wahrscheinliche Diagnose möglich, da gerade leicht verlaufende Attacken nicht immer alle notwendigen Eigenschaften für eine klare Diagnose erfüllen. Die von M-sense vorgeschlagenen Therapiemethoden wirken sich normalerweise trotzdem positiv aus.

Nein – unsere DiGA M-sense Migräne ersetzt keine ärztliche Behandlung. Denn nur Ärzt*innen können zuverlässig Migräne diagnostizieren, andere Kopfschmerzformen ausschließen und mögliche Begleiterkrankungen berücksichtigen. Dazu sind immer gezielte neurologische Untersuchungen nötig. Auch deine Therapie muss eine Ärzt*in mit dir zusammen abstimmen.

 

Ärzt*innen haben allerdings in der Sprechstunde oft wenig Zeit – und die lässt sich besser nutzen, wenn die nötigen Informationen automatisch von einer App ausgewertet werden. M-sense Migräne begleitet dich auch in den oft langen Zeiträumen zwischen Arztbesuchen. Und wenn du mal eine Frage zur App-Nutzung hast, kannst du jederzeit unseren Support unter diga-support@m-sense.de kontaktieren.

Für Ärzt*innen

Ja, das vermittelte Wissen und die dargebotenen, therapieergänzenden Methoden basieren auf den Ergebnissen aktueller und sorgfältig ausgewählter Studien und den Empfehlungen der aktuellen Leitlinien.

Die Patient*innen erhalten im Verlauf der Dokumentation eine Übersicht über ihre Kopfschmerz-Symptomatik, persönliche Lebensstilfaktoren und die Häufigkeit der Medikamenteneinnahmen. So können sie optimal Krankheitsverlauf und Therapieerfolge überwachen.

 

Das Kopfschmerztagebuch unterstützt sie dabei, mögliche Trigger zu identifizieren und einen individuellen Umgang damit zu finden. Die Rückmeldung über die eingenommenen Medikamente kann einem Medikamenten-Übergebrauch vorbeugen. Gleichzeitig stellt M-sense evidenzbasierte Wissensinhalte zur Verfügung, die bei der Entwicklung präventiver Maßnahmen unterstützen. Die Akut-Hilfe ermöglicht den Patient*innen jederzeit Zugriff auf Entspannungsverfahren, Imaginationen und physiotherapeutische Übungen.

Die Gesundheitsanwendung M-sense Migräne gibt Ärzt*innen in übersichtlicher Form Antworten auf einen Großteil der relevanten Fragen an die Patient*innen:

 

  • Welcher Art sind die Kopfschmerzen?
  • Wie häufig treten sie auf?
  • Welche Begleiterscheinungen sind vorhanden?
  • Welche und wie viele Medikamente werden eingenommen?
  • Welchen Einfluss haben individuelle Lebensstilfaktoren?

 

Der Arztreport, den die Nutzer*innen ausdrucken oder digital verschicken können, erlaubt Ärzt*innen eine zeiteffiziente, aber trotzdem individualisierte und detaillierte Anamnese sowie Verlaufskontrolle, und unterstützt im Rahmen des Diagnostik- und Therapieprozesses. Hinweise auf und Bereitstellung von nicht-medikamentösen Methoden (z. B. Entspannungs- Audiodateien) ergänzen die von Ärzt*innen bereitgestellte medikamentöse Behandlung.

Die Patient*innen dokumentieren selbstständig die Attacken und die damit einhergehende Begleitsymptomatik. Zusätzlich notieren sie in der App ihre Medikamenteneinnahmen, für sie persönlich relevante Trigger sowie die Anwendung nicht-medikamentöser Therapieverfahren wie Entspannungsübungen und Ausdauersport.

 

Anhand des durch die Nutzer*innen erstellten Arztreports erhalten Ärzt*innen einen Überblick über die Anzahl der Kopfschmerztage im Verlauf der letzten Monate sowie einen Überblick über die eingenommenen Medikamente und deren Wirksamkeit. Somit kann M-sense Migräne die Ärzt*innen bei der Behandlung langfristig unterstützen.

Als zertifizierte Medizin-App wird M-sense Migräne ab Ende 2020 im Rahmen des Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) in ganz Deutschland von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Patient*innen können sich dafür ein Rezept ausstellen lassen oder senden direkt einen bestehenden Diagnosenachweis an die Krankenkasse. Wie das genau funktioniert, ist hier ausführlich beschrieben. Die Vorgänger-App „M-sense: Migräne & Kopfschmerz“ ist ab da für neue Nutzer nicht mehr verfügbar, kann aber von bestehenden Usern weiter genutzt werden. Der Account inklusive Daten kann in die neue App übertragen werden.

 

Wer bei einer privaten Krankenkasse versichert ist, sollte sich vorher erkundigen, ob unsere DiGA M-sense Migräne erstattet wird. Viele private Krankenkassen übernehmen die Kosten für DiGAs. Privatpatient*innen kaufen die App dann als Selbstzahler und reichen die Rechnung wie gewohnt bei der Krankenkasse ein. Sie kostet 279,99 € pro Quartal (Netto ohne MwSt.: 184,86€, Brutto inkl. MwSt: 219,98 €, Appstore/Playstore Preis inkl. Storegebühren: 279,99 €). Der Kauf erfolgt über den Apple App oder Google Play Store.

 

In Berlin können Ärzt*innen bereits seit Juni 2020 an dem Pilotprojekt Zukunftsregion Digitale Gesundheit (ZDG) teilnehmen und ihren Patient*innen M-sense verschreiben.

Die Zukunftsregion Digitale Gesundheit (ZDG) ist eine bis 2022 angelegte Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit. Mit dieser Initiative sollen digitale Lösungen in eine stärkere Praxisanwendung gebracht werden, um Erkenntnisse über die Nutzung in der Gesundheitsversorgung zu gewinnen.

 

Ein erstes Teilprojekt ist der Zukunftsregion testet „Digitale Versorgungsangebote“ (DiVAs) direkt im Praxisalltag von Ärzt*innen und Patient*innen. DiVAs sind digitale Anwendungen, wie Smartphone-Apps oder Webanwendungen, die Patient*innen mit chronischen Kopfschmerzen oder Migräne beim Selbstmanagement unterstützen.

Für Ärzt*innen entsteht durch die Benutzung von M-sense Migräne kein zeitlicher Mehraufwand.

 

Die Patient*innen installieren M-sense Migräne über den Apple App oder Google Play Store auf dem Smartphone oder Tablet. Zu Beginn erfolgt das Onboarding für die Patient*innen mit Fragen, etwa zur Dauer der Erkrankung und der persönlichen Zielsetzung. Im nächsten Schritt werden die Funktionen in M-sense Migräne und dessen Nutzen erläutert. Vor der ersten Benutzung der einzelnen Funktionen wird deren Handhabung erklärt und die Patient*innen dadurch schrittweise an die Bedienung von M-sense Migräne herangeführt.

 

Sollten Patient*innen dennoch Fragen oder Probleme haben, können diese sich jederzeit an unseren Support unter diga-support@m-sense.de wenden. Für Ärzt*innen bieten wir übrigens ebenfalls Support an, schreiben Sie einfach an arzt-support@m-sense.de.

 

Sofern vom Arzt gewünscht können die Patienten zum Arztgespräch einen Arztreport mitbringen, der dann gemeinsam besprochen werden kann. Eine Erklärung einzelner Funktionen durch die behandelnden Ärzt*innen ist daher nicht notwendig.

M-sense Migräne kann von Patient*innen mit einer bestehenden Migränediagnose (ICD-10 G43, ICHD3 1), inklusive reine menstruelle Migräne und menstruationsassoziierte Migräne (ICHD3 A1.1.1-2 und A1.2.0.1-2) benutzt werden.

M-sense Migräne bietet ein Kopfschmerztagebuch zur Dokumentation der Symptome vor, während und nach einer Kopfschmerzattacke, um ärztliche Entscheidungsprozesse zu unterstützen, den Krankheitsverlauf zu beobachten und zu überprüfen, ob neue und bisherige Behandlungen wirksam sind.

Darüber hinaus unterstützt M-sense Migräne das Krankheitsmanagement durch maßgeschneiderte Patientenschulungen und nichtmedikamentöse Maßnahmen, wie animierte physiotherapeutische Übungen, Anleitung zum Ausdauersport sowie Audiodateien für Entspannungs- und Imaginationsübungen, auf die der Anwender entweder nach einem personalisierten Plan oder bei akuten Kopfschmerzen zugreifen kann.

M-sense Migräne kann verwendet werden, wenn die folgende primäre Kopfschmerzerkrankung oder ihre Subtypen und Unterformen diagnostiziert wurden: Migräne (ICD-10 G43, ICHD3 1), einschließlich der rein menstruellen und menstruationsassoziierten Migräne (ICHD3 A1.1.1-2 und A1.2.0.1-2).

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