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Migräne bei Kindern: Die wichtigsten Fakten

Wie ein Kinofilm meine erste Migräne Attacke auslöste

Als ich meine erste Migräne-Attacke hatte, war ich 8 Jahre alt. Ich weiß es noch wie heute. Wir waren im Zeichentrickfilm "Ferkels großes Abenteuer". Schon gegen Mitte des Films merkte ich, wie ich Kopfschmerzen bekam.

Das Starren auf die Leinwand, die schnell wechselnden bunten Bilder und die Angst, als der süße Bär Winnie Pooh in Gefahr geriet, war wohl zu viel für mich.

Meine Kopfschmerzen wurden immer schlimmer und schlimmer, es pochte richtig in meinem Kopf, mir war schwindelig, ich fühlte mich unwohl. Als das Licht im Kinosaal wieder anging, kniff ich die Augen zusammen, das helle Licht brannte mir in den Augen. Zuhause angekommen, brachten mich meine Eltern sofort ins Bett, doch mir war so übel und flau im Magen, dass ich mich übergeben musste. Das Würgen tat so weh. Völlig platt und erledigt, schlief ich mit einem kalten Waschlappen auf der Stirn endlich ein.

Weil ich, wie so viele Betroffene, schon als Kind die ersten Migräne-Anfälle hatte, will ich diesem Thema seinen eigenen Raum geben, um näher auf die einzigartigen Symptome, die spezifischen Auslöser, aber auch die die Diagnostik und Behandlung von Migräne in der Kindheit einzugehen. Denn Migräne stellt schon für Erwachsene eine Herausforderung dar. Für Kinder und Jugendliche, die nur beschränkt Kontrolle über ihren Alltag haben, ist dies noch schwieriger, und es ist auch für die Eltern kein Zuckerschlecken.

Häufige Migräne-Symptome bei Kindern: "Bauchweh im Kopf"

Kleine Kinder (unter 5 Jahren) können ihre Körpersignale nicht immer deuten und die Symptome der Migräne richtig zuordnen. Es fällt ihnen schwer genau zu schildern, wo es weh tut. Daher beschreiben Kinder mit Migräne häufig Empfindungen, die sie schon kennen, wie z.B. Bauchweh. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig auf das Verhalten des Kindes zu achten. Hört es zum Beispiel mitten im Spiel auf, legt sich hin und zieht sich zurück? Ist ihm plötzlich schwindelig und übel? Kneift es die Augen bei hellem Licht zusammen oder hält sich die Ohren zu? Wirkt das Kind müde, unruhig, ist es besonders blass oder auffällig rot?

Den Schmerz während einer Migräne-Attacke nehmen Kinder häufig als Druck im Kopf wahr, ihnen ist übel, sie erbrechen und reagieren empfindlich und gereizt auf Lärm, Gerüche und Licht. Bewegung verschlimmert den Schmerz. Kindliche Migräne-Attacken sind in der Regel kürzer als die von Erwachsenen, aber ansonsten sind die Symptome gleich. Die typischen Beschwerden reichen von einem stark einseitig pochenden Kopfschmerz, über Licht-, Lärm-, Geruchsempfindlichkeit, Übelkeit und Erbrechen, bis hin zu Kreislaufproblemen und eventuell auftretenden neurologischen Ausfällen.

Migräne-Attacken können sich auch mit einer Aura ankündigen, in der Seh- Sprach- und Wahrnehmungsstörungen auftreten können.

Kinder, die eine Aura haben, können Schwierigkeiten haben zu sprechen oder sehen flimmernde Muster oder Lichtblitze vor ihren Augen.

Kinder, die eine Aura haben, können Schwierigkeiten haben zu sprechen oder sehen flimmernde Muster oder Lichtblitze vor ihren Augen. Es kann auch vorkommen, dass ihre Arme und Hände taub werden und sie einen unsicheren Gang haben.

Eine weitere aber seltene Begleiterscheinung kann auch das Alice-im-Wunderland-Syndrom sein. Hier sehen Kinder Gegenstände oder Teile des eigenen Körpers vergrößert bzw. verkleinert; auch ein verändertes Geräusch- und Tastempfinden sowie Halluzinationen sind möglich.

Häufigkeit von Migräne in der Kindheit

Im Kindesalter haben circa 4-5 Prozent der Kinder Migräne. Mädchen und Jungen sind bis zur Pubertät gleich häufig betroffen. In der Pubertät tritt die Erkrankung aufgrund von hormonellen Schwankungen und dem Einsetzen der Menstruation bei Mädchen häufiger auf. Bei manchen verschwinden die Attacken nach der Pubertät, doch die meisten haben sie auch noch als Erwachsene.

Eine wissenschaftliche Umfrage an Dresdner Schulen bei denen rund 5500 Schüler der Grundschule und der weiterführenden Schulen anonym befragt wurden, ergab, dass mehr als 36 Prozent in den letzten drei Monaten an mindestens einem Tag an Kopfschmerzen gelitten haben. An mehr als zwei Tagen monatlich hatten mehr als 30 Prozent der Befragten Kopfschmerzen. Mit 73 Prozent litten Mädchen häufiger an Kopfschmerzen als Jungen mit circa 63 Prozent. Mit steigendem Alter, Klassenstufe und Schulart nahm die Häufigkeit der Kopfschmerzen zu. Bei den Schülern der Oberstufe lag der Anteil der Kopfschmerz-Betroffenen bei fast 80 Prozent.

Der Unmut der Anderen - oder:

Stigmatisierung bei Migräne in der Kindheit

Kopfschmerzen kennt fast jeder. Doch Migräne ist vielen - besonders unter Kindern und Jugendlichen - ein Fremdwort. In meiner Pubertät hatte ich circa 3-4 Migräne- Attacken im Monat. Besonders nach anstrengenden Schultagen, heißen Sommertagen, an denen ich zu wenig trank oder zu lange in der Sonne war, bekam ich gerne Migräne. Meine Freunde kannten den Unterschied zwischen Kopfschmerzen und Migräne nicht, und auch ich konnte ihnen das in dem Alter nicht wirklich gut erklären. So kam es häufig vor, dass ich auf großes Unverständnis traf, wenn ich wegen vermeintlich "leichter Kopfschmerzen" eine Verabredung oder Geburtstagsparty absagte oder früher aus der Schule nach Hause ging.

»Während ich mich also Zuhause mit den schlimmsten Schmerzen überhaupt quälte und kotzend über der Schüssel hing, vergnügten sich meine Freunde im Freibad, gingen Eis essen und genossen den Sommer

Mehr Infos in Migräne: Eine schmerzhafte Ausrede || Migräne kann isolierend sein. Denn für Außenstehende, die weder die Auslöser, Häufigkeit und Stärke von Migräne-Attacken kennen, ist es sehr schwierig die Intensität der Schmerzen und die äußeren Umstände einordnen und richtig einschätzen zu können.
Mehr Infos in Migräne: Eine schmerzhafte Ausrede || Migräne kann isolierend sein. Denn für Außenstehende, die weder die Auslöser, Häufigkeit und Stärke von Migräne-Attacken kennen, ist es sehr schwierig die Intensität der Schmerzen und die äußeren Umstände einordnen und richtig einschätzen zu können.

Doch nicht nur bei Gleichaltrigen traf ich auf Unmut, auch einige meiner Lehrer nahmen meine chronische Erkrankung nicht ernst und belächelten es, wenn ich wieder nicht beim Sportunterricht teilnahm oder mich erneut aufgrund von "einfachen Kopfschmerzen" krank meldete. Bis heute wünsche ich mir manchmal, dass die ein oder andere Freundin, der ein oder andere Lehrer mal eine einzige Migräne-Attacke durchmachen würde, denn dann käme niemand mehr auf die Idee kommen, ich würde die starken Schmerzen nur simulieren.

Diagnostik von Migräne bei Kindern

Die Diagnostik von kindlicher Migräne gestaltet sich oft als schwierig und ist deshalb ein langjähriger Prozess. Migräne kann man weder messen, im Blutbild feststellen noch auf einem Röntgenbild oder MRT sehen. Im Durchschnitt stellen Ärzte Migräne bei Kindern erst relativ spät fest - mit circa acht Jahren.

Der Ärztemarathon

»Ich war wegen meiner Migräne nicht nur beim Kinderarzt und Neurologen, sondern auch beim Augenarzt, Zahnarzt, Kieferorthopäden, Physiotherapeut, Orthopäden und Radiologen.«

Nachdem ich meine ersten Migräne-Attacken hatten, haben meine Eltern mit mir einen Arzt aufgesucht. Da ich schon alt genug war, um meine Beschwerden detailliert zu schildern, wurde meine Migräne recht schnell diagnostiziert. Ich war damals bei einem Kinderneurologen, der einige Untersuchungen machte und mir riet ein Kopfschmerztagebuch zu führen, um mögliche Auslöser zu erkennen. Dort sollte ich festhalten, was in der Zeit vor dem Migräne-Anfall passiert ist, wann die Migräne anfing und wann sie wieder vorbei war, wie stark die Schmerzen waren, ob ich ein Medikament eingenommen habe – und wenn ja, wie gut es half. Damals habe ich das noch analog auf Papier gemacht. Heute geht es um einiges schneller, da ich die M-sense App dazu nutze, meine Attacken festzuhalten und meine Auslöser zu tracken.

Ich war wegen meiner Migräne jedoch nicht nur beim Kinderarzt und Neurologen, sondern auch beim Augenarzt, Zahnarzt, Kieferorthopäden, Physiotherapeut, Orthopäden und Radiologen, um andere mögliche Ursachen für meine Kopfschmerzen ausschließen zu können. Denn auch Zahn- oder Kieferfehlstellungen, Probleme mit den Augen, muskuläre Verspannungen oder Blockaden können zu starken Kopfschmerzen führen.

Maßnahmen und Behandlung von Kindheits-Migräne

Migräne ist nicht heilbar, weder bei Kindern, noch bei Erwachsenen. Jedoch gibt es einige Behandlungsmethoden, die die Häufigkeit und Schwere der Attacken deutlich reduzieren können.

Gerade bei Kindern finden sich die Ursachen häufig im Alltag wieder. Ob ein unregelmäßiger Tagesablauf, unregelmäßige Mahlzeiten, Stress und Leistungsdruck oder Bewegungsmangel, all diese Faktoren können Migräne Attacken begünstigen. Um herauszufinden, welche Trigger, also Auslöser, beim jeweiligen Kind vorherrschen, kann das Führen eines Migränetagebuchs. Mit einem geregelten Tagesablauf, regelmäßigen Essenszeiten, einem ausgewogenen Schlaf-Wach-Rhythmus, regelmäßigem Sport und der Vermeidung von psychischem und physischem Stress kann bereits einiges erreicht werden.


Ausdauersport macht Spaß und hält die Migräne in Schach
Lauf deinen Schmerzen davon – mit Ausdauersport gegen Migräne & Kopfschmerzen: Eine Studie der University of Gothenburg in Schweden hat gezeigt, dass Ausdauersport genauso wirksam darin ist, einer Migräne-Attacke vorzubeugen wie das prophylaktische Migränemedikament Topimarat. Auch in den Leitlinien der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft wird regelmäßige sportliche Aktivität z.B. in Form von Ausdauertraining oder Bewegungstherapie zur Vorbeugung von Migräne und Kopfschmerzen empfohlen.

Laut dem Migräne-Leitfaden der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, einem Dokument zur Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne, ist bei Kindern die Wirksamkeit einer medikamentösen Migräneprophylaxe nicht zweifelsfrei belegt. Deswegen ist nicht medikamentösen Maßnahmen ist der Vorzug zu geben. In folgenden Absätzen orientiere ich mich stark an diesem Leitfaden, da dieser auf hochwertigen klinischen Studien beruht und von Fachärzten erstellt wurde.

Migräneprophylaxe bei Kindern und Jugendlichen

Bestimmte Entspannungsverfahren eignen sich sehr gut, um besonders stressbedingte Migräne Attacken zu reduzieren. Am weitesten verbreitet ist die sogenannte progressive Muskelentspannung (Muskelrelaxation) und das autogene Training. Bei beiden Methoden ist es von ausschlaggebender Bedeutung, dass diese regelmäßig, also am besten täglich angewendet werden, damit sich Erfolge einstellen können.

∆ Für Kinder ist die Wirkung von Flunarizin (5 mg/d) gesichert (330, 331).

∆ Topiramat war in 2 Studien in einer Dosis von 15–100 mg/d wirksam und wurde für Jugendliche mit Migräne von der FDA zugelassen (332–334). In einer großen randomisierten Studie bei Kindern und Jugendlichen waren Topiramat und Amitriptylin nicht wirksamer als Placebo (335). In dieser Studie bestand allerdings ein extrem hoher Placeboeffekt, sodass die Wirksamkeit der beiden Substanzen nicht abschließend beurteilt werden kann (336).

∆ Für Propranolol gibt es gewisse Hinweise auf eine Wirksamkeit (330). Valproinsäure ist bei Kindern und Jugendlichen nicht wirksam (337).

∆ Fallserien lassen eine Wirksamkeit von Botulinumtoxin A bei chronischer Migräne in Jugendlichen erwarten (338–340).

∆ Biofeedback ist auch bei Kindern und Jugendlichen wirksam, zeigt aber keinen additiven Effekt, wenn kombiniert mit anderen Verhaltenstherapien (341)

- Auszug aus dem Leitfaden der DGN.

Nahrungsergänzungsmittel und prophylaktische wirkende Medikamente wie zum Beispiel hochdosiertes Magnesium, Vitamin B12 oder Coenzym Q10 können ebenfalls in Erwägung gezogen werden. Die genauen Dosierungen müssen aber auch hier selbstverständlich mit dem Arzt abgesprochen werden. Jedoch konnte in einer doppelblinden, placebokontrollierten Studie an Kindern und Heranwachsenden keine Überlegenheit von Coenzym Q10 gegenüber Placebo gezeigt [1, DVG Leitfaden].

Vielen Kindern verschaffen auch Ruhe, Dunkelheit und ein kühles Tuch auf der Stirn und im Nacken bereits ein wenig Linderung. Auch eine Massage bzw. Akupressur der Schläfen sowie ätherische Öle mit Pfefferminz und Eukalyptus können die Schmerzen potentiell erträglicher machen. Bei ätherischen Ölen ist jedoch Vorsicht geboten, da nicht jedes Kind diese verträgt und den Geruch als angenehm empfindet.

Akutbehandlung von Migräneattacken bei Kindern

Schmerzmittel bei Kindern

Bei akuten Anfällen dürfen auch Kinder auf Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen zurückgreifen. Allerdings sollte vorab mit dem Kinderarzt besprochen werden, ob und in welcher Dosis und Darreichungsform die Medikamente eingenommen werden sollen. Zäpfchen wirken aufgrund der kürzeren Aufnahmezeit der Wirkstoffe zum Beispiel viel schneller als Schmerztabletten. Stärkere Wirkstoffe oder Mittel zur Vorbeugung müssen mit dem Kinderarzt und dem behandelnden Neurologen besprochen werden und dürfen Kindern auf keinen Fall ohne ärztliche Beratung verabreicht werden.

∆ Migräneattacken bei Kindern werden mit Ibuprofen 10 mg/kg KG, Acetylsalicylsäure (500 mg) oder Paracetamol 15 mg/kg KG (2. Wahl) behandelt.

∆ Bei Paracetamol ist die Beachtung der kritischen kumulativen Dosierungen von besonderer Bedeutung.

– Empfehlung der DGN, Leitfaden zur Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne

Eine Umfrage an Dresdner Schulen ergab, dass Ibuprofen mit fast 50 Prozent am häufigsten eingenommen wurde. Von den betroffenen Schülern, die an mehr als zwei Tagen im Monat Kopfschmerzen haben, namen mehr als die Hälfte Schmerzmittel gegen ihre Beschwerden ein. Erschreckender Weise zeigte die Umfrage, dass gerade mal 20 Prozent der Kopfschmerz-Geplagten einen Arzt konsultierten, um die Behandlung ihrer Beschwerden zu besprechen.

Triptane? Auch für Kinder?

Zur Behandlung der Migräne bei Jugendlichen ab dem 12. Lebensjahr sind Sumatriptan 10 mg und Zolmitriptan 5 mg als Nasenspray zugelassen. In Triptanstudien waren die hohe Placeboresponse und die kurze Attackendauer methodische Probleme, um eine gute Wirkung der Triptane bei Kindern unter 12 Jahren nachzuweisen.

∆ In Deutschland ist derzeit ausschließlich Sumatriptan-Nasenspray in der Dosis von 10 mg zur Behandlung von Jugendlichen ab dem 12. Lebensjahr zugelassen.

∆ Ergotamintartrat und orale Triptane sind für das Kindesalter nicht zugelassen.

∆ Ergotamin ist ab dem 16. Lebensjahr zugelassen.

– Migräne-Leitfaden der DVG

Mittlerweile liegen ausreichend Daten vor, um bei unzureichendem Ansprechen auf die Akuttherapie mit Analgetika den Einsatz der Triptane (Sumatriptan 10–20 mg als Nasenspray, Zolmitriptan 2,5–5 mg Tabletten, Rizatriptan 5–10 mg Tabletten und Almotriptan 12,5 mg Tabletten) bei entsprechender Aufklärung zu rechtfertigen [2, DVG Leitfaden].

Wenn das Kind Migräne hat, leiden die Eltern mit

Für meine Eltern war bzw. ist es immer noch sehr schwer zu ertragen, mich so unter einer Migräne Attacke so leiden zu sehen. Sie fühlen sich hilflos und überfordert, würden mir meine Schmerzen so gerne abnehmen. Über die Jahre haben sie gelernt, dass sie mir während eines Anfalls am besten ”helfen” können, wenn sie Lärm vermeiden, auf’s Staubsaugen und Spülmaschine ausräumen verzichten, wenn sie mir die Möglichkeit zum Rückzug einräumen und mir zwischendurch meinen Waschlappen wieder nass machen.

Für Kinder mit Migräne ist es Zuhause doch am schönsten

Eltern von Kindern mit Migräne sollten den Terminkalender möglichst so gestalten und anpassen, dass für das Kind genügend Zeit zum freien Spielen und Entspannen bleibt. Eltern können stattdessen darauf achten, dass das Kind nicht zu viel Zeit vor dem Fernseher oder Computer verbringt, dass es einen Ausgleich zum stressigen Schulalltag hat und sie keinen zusätzlichen Leistungsdruck auf ihr Kind ausüben. Wichtig ist auch, dass Kinder in ihrem Elternhaus eine Art Schutzraum vorfinden, in dem sie frei und offen über ihre Ängste, Sorgen und Gedanken sprechen können und viel Zuwendung und Ruhe erfahren.


Quellenangabe:

[1] Slater SK, Nelson TD, Kabbouche MA, Lecates SL, Horn P, Segers A, et al. A randomized, double-blinded, placebo-controlled, crossover, add-on study of CoEnzyme Q10 in the prevention of pediatric and adolescent migraine. Cephalalgia. 2011;31(8):897-905.
[2] Evers S. The efficacy of triptans in childhood and adolescence migraine. Curr Pain Headache Rep. 2013;17(7):342.
[3]Bonfert M, Straube A, Schroeder AS, Reilich P, Ebinger F, Heinen F. Primary headache in children and adolescents: update on pharmacotherapy of migraine and tension-type headache. Neuropediatrics. 2013;44(1):3-19.

Quellen aus Ausschnitten:

330. Victor S, et al. Drugs for preventing migraine headaches in children. The Cochrane Library. 2003.
331. Damen L, et al. Prophylactic treatment of migraine in children. Part 2. A systematic review of pharmacological trials. Cephalalgia. 2006;26(5):497-505.
332. Winner P, et al. Topiramate for Migraine Prevention in Children: A Randomized, Double‐Blind, Placebo‐Controlled Trial. Headache: The Journal of Head and Face Pain. 2005;45(10):1304-12.
333. Winner P, et al. Topiramate for migraine prevention in adolescents: a pooled analysis of efficacy and safety. Headache: The Journal of Head and Face Pain. 2006;46(10):1503-10.
334. Kacperski J. Prophylaxis of migraine in children and adolescents. Pediatric Drugs. 2015;17(3):217-26.
335. Powers SW, et al. Trial of Amitriptyline, Topiramate, and Placebo for Pediatric Migraine. N Engl J Med. 2016.
336. Le K, et al. Is topiramate effective for migraine prevention in patients less than 18 years of age? A meta-analysis of randomized controlled trials. J Headache Pain. 2017;18(1):69.
337. Apostol G, et al. Divalproex Extended‐Release in Adolescent Migraine Prophylaxis: Results of a Randomized, Double‐Blind, Placebo‐Controlled Study. Headache: The Journal of Head and Face Pain. 2008;48(7):1012-25.
338. Schroeder A, et al. Ten-year follow-up in a case series of integrative botulinum toxin intervention in adolescents with chronic daily headache and associated muscle pain. Neuropediatrics. 2012;43(06):339-45.
339. Bernhard M, et al. [Botulinum toxin injections for chronic migraine in adolescents – an early therapeutic option in the transition from neuropaediatrics to neurology]. Fortschritte der Neurologie-Psychiatrie. 2014;82(1):39-42.
340. Aicua-Rapun I, et al. Real-life data in 115 chronic migraine patients treated with Onabotulinumtoxin A during more than one year. J Headache Pain. 2016;17(1):112.
341. Stubberud A, et al. Biofeedback as Prophylaxis for Pediatric Migraine: A Meta-analysis. Pediatrics. 2016;138(2):e20160675.

Mona Kattwinkel
Mona Kattwinkel

Mona ist Studentin, Bloggerin und nicht zuletzt Migräne-Expertin. Sie leidet an Migräne seit dem sie 8 Jahre alt ist und engagiert sich als Mitglied einer Selbsthilfegruppe für Migräne innerhalb der MigräneLiga e.V. Deutschland.

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