Empfehlt uns gute Migräne-Ärzt:innen – Sharing is Caring!

Hast du eine:n Ärzt:in wo du dich mit deiner Migräne gut aufgehoben fühlst? Teile deine Empfehlung mit uns und anderen Betroffenen!
Dr. rer. nat. Markus A. Dahlem
Dr. rer. nat. Markus A. Dahlem
Dr. Markus Dahlem ist Mit-Gründer und CEO von Newsenselab, dem Startup hinter M-sense. Er forscht seit mehr als 25 Jahren über die Entstehung der Migräne. Als Physiker interessiert ihn grundsätzlich, ob mathematische Berechnungen etwas zum Grundverständnis von Erkrankungen beitragen können.
Nachtmodus

Fast alle Migräne-Betroffenen kennen das: Manchmal geht man nach einem Arztbesuch noch verunsicherter und unwissender heraus als vorher – und manchmal fühlt man sich wirklich gut aufgehoben, nimmt neue Behandlungsansätze und einen Strauß Hoffnung mit.  

Um Letzteres zu erreichen, durchforsten viele von uns Arztportale nach guten Bewertungen, verlassen sich auf das Wort von Freund:innen und Bekannten, lassen sich Tipps in Foren und Migräne-Communities geben – und testen jede Menge Ärzt:innen, bis sie jemanden finden, bei dem sie sich gut aufgehoben fühlen. So wie Sabrina bei ihrer Neurologin: 

“Ich war einmal sehr verzweifelt bei meiner Neurologin gesessen. Ich stand direkt vor dem Berufseinstieg und wusste nicht, wie ich das mit 20 Attackentagen im Monat meistern sollte. Meine Neurologin hörte mir geduldig zu, ließ sich nochmal alle erfolglosen oder nicht vertragenen Prophylaxen nennen und stellte dann mit mir einen Plan auf, wie wir weiter verfahren würden. Ich fühlte mich bei diesem Besuch noch mehr als sonst ernst genommen und ich bin sehr dankbar, dass ich so eine kompetente Neurologin gefunden habe.”
– @unwetterimkopf auf Instagram

Um die aufreibende Suche nach guten Migräne-Ärzt:innen zu erleichtern, entwickeln wir zum Kopfschmerztag 2021 eine neue Arztsuche für unsere Website, die auf Empfehlungen von Migräniker:innen für Migräniker:innen beruht! 

Hast du eine:n Ärzt:in wo du dich mit deiner Migräne gut aufgehoben fühlst? Teile deine Empfehlung hier mit uns und anderen Betroffenen – wir nehmen deinen Tipp in unsere neue Arztsuche auf!

Wir freuen uns, wenn du unseren Aufruf teilst – denn #SharingIsCaring, auch wenn es um #MigräneVersorgungVerbessern geht!

Gute MIgräne-Ärzte gesucht

Und schließlich gibt es außerordentlich wundervolle Ärzt:innen da draußen, die Migräne-Betroffenen den Rückhalt geben, den sie brauchen – wie auch Jamies Neurologe: 

“Ich hatte starke Migräne, die nicht auf Schmerzmittel angesprochen hat. Nach 4 Tagen habe ich mich überwunden und beim Neurologen angerufen um zu fragen, was ich tun soll. Ich konnte direkt vorbei kommen und habe in einem leisen und abgedunkelten Extraraum etwas intravenös bekommen. Danach sollte ich noch ein wenig liegen bleiben. Das ganze Praxisteam hat sich sehr nett um mich gekümmert, mir ein Kissen und eine Decke gebracht und haben mich dann einfach schlafen lassen, bis es mir besser ging und ich nach Hause konnte. Mir wurde nur gesagt, ich solle das nächste Mal viel früher anrufen. Schmerzmittel gibt es nicht grundlos, ich solle mich nie damit zufrieden geben, Schmerzen aushalten zu müssen.” – @chronisch.jamie auf Instagram

Aber warum können Ärzt:innen uns oft nicht so helfen, wie wir es uns wünschen?

Leider scheitert das deutsche Gesundheitssystem oft daran, Menschen mit Migräne gut zu versorgen. Laut der Deutschen Migräne und Kopfschmerz Gesellschaft (DMKG) sehen die Zahlen richtig mies aus: “Etwa die Hälfte der Migräne-Patienten (49 Prozent der Frauen und 63 Prozent der Männer) befinden sich in Deutschland trotz ihrer Beschwerden nicht in ärztlicher Betreuung.”1 Die Hälfte!!! Und das bei einer Krankheit, die ungefähr 10-15% der Bevölkerung betrifft!

“Migräne ist weiterhin eine unterdiagnostizierte und untertherapierte Erkrankung. Die Hintergründe sind dabei vielfältig. Ein Aspekt ist sicher, dass Migräne weiterhin nicht ernstgenommen wird. Tatsächlich handelt es sich aber sich um eine ernsthafte Erkrankung, die das Leben sehr stark einschränkt. Ein anderer Grund liegt darin, dass Betroffene zu selten ärztliche und dann ggfs. auch fachärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Wir wissen nicht genau, warum das so ist. Tatsächlich geht es oft zunächst darum, die Akuttherapie zu optimieren – es fällt auf, dass Triptane als Goldstandard immer noch zu selten verordnet werden. Noch ausgeprägter gilt dies für die Möglichkeiten sowohl der nichtmedikamentösen als auch der medikamentösen Vorbeugung.”2
– Dr. Borries Kukowski, niedergelassener Neurologe und Psychiater aus Göttingen

Hausärzt:innen fehlt häufig die Zeit, sich mit dem Thema Kopfschmerzen und Migräne-Therapie entsprechend auseinander zu setzen: Schon im Studium kommt das Thema ein bisschen zu kurz, mit Kopfschmerzerkrankungen kann man in der Forschung nur schwer Preise gewinnen und Neurolog:innen gehören zu der Facharztgruppe mit den niedrigsten Vergütungen. Im stressigen Praxisalltag, mit Terminen die selten länger als 10 Minuten dauern, ist ebenso oft keine Zeit, ein ausführliches Gespräch mit Patient:innen zu führen. 

Generell fällt mir oft auf, dass Ärzt:innen sich nur sehr wenig Zeit nehmen können und man dann am Ende verunsichert und auch hilflos aus dem Termin raus geht. Oft bleibt gar keine Zeit um mal ein richtiges Gespräch über Symptome, Einschränkungen oder auch Nebenwirkungen zu führen. Ich muss sehr viel mit mir selbst ausmachen und fühle mich damit oft ziemlich allein. Dadurch werden allein Arztbesuche oft zu einem großen Stressfaktor, was eigentlich nicht so sein sollte.“
– @chronischstark auf Instagram

Oft wird man auch an einen Schmerztherapeut:in, Neurolog:in oder Kopfschmerz-Spezialist:in überweisen. Doch diese sind selten, für Betroffene in ländlichen Gegenden schwer zu erreichen, und immer zeitlich so ausgebucht, das man trotz Überweisung meist Wochen – wenn nicht Monate – auf einen Termin warten muss. Plätze in Schmerzkliniken für die am schwersten Betroffenen sind noch schwieriger zu bekommen.  

Seit ein paar Jahren kommt ein weiteres Problem hinzu: Gerade in ländlichen Regionen nimmt die Zahl an Hausärzt:innen jedes Jahr weiter ab. Bereits 2018 hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KVB) gewarnt: „Derzeit fehlen in Praxen und Krankenhäusern schon insgesamt 10.000 Ärzte in Deutschland. Das entspricht einem kompletten Studienjahrgang.“3 Bis 2030 werden voraussichtlich die Hälfte aller deutschen Hausärzt:innen in Rente gehen. Nachrücken werden weniger: Kleine Budgets, viele Überstunden und Notdienste machen einen Praxissitz auf dem Land nicht attraktiv. Dadurch werden Zeitdruck und Auslastung natürlich nicht besser – und chronisch Kranke wie Migräne-Betroffene verlieren so den Zugang zu der regelmäßigen Betreuung, die sie brauchen.

Eine kleine Erleichterung versprechen hier telemedizinische Angebote, wie die Videosprechstunde. Ist der Weg zu den nächsten Spezialist:innen oder auch Hausärzt:innen weit, kann man sich in vielen Praxen nun auch dafür Termine holen und die Ärzt:innen dann unkompliziert per Videochat konsultieren. Besonders praktisch ist das natürlich auch, wenn man mit einer akuten Migräneattacke flach liegt, und nicht wegen einer Krankschreibung drei Stunden im grellen Wartezimmer ausharren muss.

DiGA statt Dr. Google

Wer nicht schon mal seine Symptome ergoogelt hat und danach stolz mit einer Selbstdiagnose zur behandelnden Ärzt:in gegangen ist, hebe die Hand. 

Das ist zwar üblich, aber nicht unbedingt die beste Art und Weise sich selbst zu helfen. Denn neuerdings gibt es digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs), wie unsere zertifizierte Medizin-App M-sense Migräne.

Sie ist auf Migräne spezialisiert und wurde – anders als Dr. Google – vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) auf Sicherheit und Wirksamkeit geprüft. DiGAs sind auch als “Apps auf Rezept” bekannt, können von Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen verschrieben werden und die Krankenkassen erstatten die Kosten. Ein wichtiger Schritt, um die medizinische Versorgung von Migräniker:innen zu verbessern.

Unsere innovative Medizin-App hilft Migräne-Betroffenen auf vielfältige Weise – das intelligente Kopfschmerztagebuch unterstützt beim Auffinden und Managen von Triggern, neueste Behavioral Change-Ansätze motivieren zu migränerelevanten Änderungen am Lebensstil, durch die Übergebrauchsschwelle lässt sich Medikamentenübergebrauch vermeiden, mit der Akuthilfe und der nicht-medikamentösen Prophylaxe können Schmerztage und -Intensitäten reduziert werden. Zusätzlich erfährt man alles Wissenswerte über Migräne und muss nicht wie bei Dr. Google Angst haben, hinterher mit Asprin-Werbung vollgespamt zu werden – denn DiGAs unterliegen strengsten Datenschutzrichtlinien.  

Der ‘Active’ Abschnitt ist super und vermutlich der wichtigste Abschnitt für den Patienten. Mit dem Wissensteil gibt es eine gute und übersichtliche Edukationsmöglichkeit des Patienten.
– Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie aus Offenbach

Die DiGA begleitet die Betroffenen zwischen den Arztbesuchen, hilft ihnen, die passende Therapie zu finden und macht sie zu Experten für ihre eigene Migräne. Aber am optimalsten ist es natürlich, wenn auch die behandelnden Ärzt:innen die Therapie digital begleiten. Durch die automatische Kopfschmerzklassifizierung, das intelligente Kopfschmerztagebuch und den detaillierten Arztreport kann viel Zeit gespart werden, die für das Arztgespräch genutzt werden kann. Denn die Kommunikation ist und bleibt nun mal extrem wichtig bei der Behandlung von Migräne: Attackenhäufigkeit und -stärke, Symptome und Auslöser, Neben- und Wirkung von Prophylaxen und Akutmedikamenten, all das will ja besprochen werden. Und das Effektiv und in kürzester Zeit. 

“M-sense hilft meinen Patient:innen, ihre Migräne wortwörtlich „besser in Griff“ zu bekommen: das einfache und niederschwellige Handling der App führt zu einer guten Nutzung und mit den gewonnen Informationen erhalten die Nutzer:innen die Möglichkeit, ihr Leiden selbstständig und nachhaltiger anzupacken.”
– Wolfram von Pannwitz, Arzt in der Neurologie Berlin.


Mit unserer neuen digitalen Gesundheitsanwendung M-sense Migräne haben wir uns vorgenommen, die medizinische Versorgung von Migräniker:innen zu verbessern. Alle Informationen zur Verschreibung der DiGA findet ihr hier – und praktischerweise geht das auch via Videosprechstunde, z.B. ganz schnell und unkompliziert bei der TeleClinic.

Wir hoffen, dass unsere neue Arztsuche ebenfalls dazu beitragen kann, dass MIgräne-Betroffene sich besser behandelt und versorgt fühlen. Sobald sie fertiggestellt ist, könnt ihr sie hier auf der Website nutzen und weitere Ärzt:innen hinzufügen, die ihr empfehlen könnt.

Bild: M-sense Migräne kostenfrei testen