Videosprechstunde statt Wartezimmer – so einfach geht’s

Durch Corona sind Videosprechstunden bei Ärzt:innen ja endlich so etwas wie Normalität geworden - wir sagen euch, wie es läuft.
Miriam Jansen
Miriam Jansen
Miriam bloggt für M-sense. Sie musste wegen chronischer Migräne ihren Beruf als interkulturelle Beraterin & Trainerin aufgeben - und wurde in dieser Zeit zur Migräne-Expertin. Nun macht sie einen beruflichen Wiedereinstieg und gibt ihr Wissen im M-sense-Blog weiter.
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Durch Corona sind Videosprechstunden bei Ärzt:innen ja endlich so etwas wie Normalität geworden. Ich war gespannt und wollte das ausprobieren. Vor drei Monaten hab ich mir die DiGA M-sense Migräne das erste Mal über die Plattform für Online-Arztbesuche TeleClinic als digitale Verschreibung geholt. Ich war zwar zuhause in Hamburg aber ich wollte das in Vorbereitung auf meinen geplanten Sommer auf einer Schweizer Alp ausprobieren. Denn da war mir klar, dass ich nicht mal eben kurz bei meinem Arzt vorbeischauen kann – und es war mir bewusst, dass die Migräne-App in diesem Zeitraum auslaufen würde. Und da ich sie täglich nutze und keinen Tag ohne sie sein möchte, musste eine Lösung her.

Es gibt viele gute Gründe, eine digitale Videosprechstunde wahrzunehmen. Zum Beispiel ist es für manche stressig, alle drei Monate gezwungen zu sein zur Praxis zu gehen nur um ein neues Rezept für die DIGA gegen Migräne zu holen. Oder man ist grade im Urlaub oder im Ausland während das Rezept ausläuft und kann nicht warten, bis man zu seinem behandelnden Arzt kann. Oder man muss recht lange auf einen Termin bei dem:r verschreibenden Neurolog:in oder Hausärzt:in warten. Ich weiß ich bin nicht die einzige, die einfach ungern in die Arztpraxis geht! 

Ich gehe tatsächlich nicht gerne zum Arzt, wenn ich ehrlich bin. Anrufen, Termin ausmachen, hinfahren, im Wartezimmer sitzen… Gerade in Corona-Zeiten. 

All das wird durch eine digitale Verschreibung vermieden. Denn man kann sich das Rezept für die DiGA gegen Migräne auch durch die TeleClinic per App von Zuhause ausstellen lassen. Als ich davon gehört habe, wollte ich natürlich unbedingt eine digitale Sprechstunde ausprobieren! 

Alles, was du im Vorhinein für die digitale Verschreibung tun musst, ist die TeleClinic-App auf deinem Handy installieren und den in der App beschriebenen Schritten folgen.

Mein Fazit vorneweg: Inzwischen hatte ich schon meinen zweite digitale Sprechstunde bei meinem TeleClinic-Arzt und bin total begeistert wie unkompliziert und korrekt dort alles abläuft.

TeleClinic hilft Migräne Betroffenen durch die digitale Verschreibung der DiGA gegen Migräne!

Die Migräne-App auf Rezept – schnell und unkompliziert

Vor drei Monaten dann also der ultimative Teleclinic-Test: App installiert, ein paar Daten eingegeben und meinen ersten Termin vereinbart. Es gibt direkt in der Auswahl der Behandlungen den Punkt „M-sense (App bei Migräne)“, der einen zu einer Informations-Übersicht über die Migräne-App und dann zu einem kleinen Fragebogen führt. 

Und so funktioniert die digitale Verschreibung über Teleclinic:

  1. Fragebogen ausfüllen und digitale Sprechstunde buchen
  2. Per Video-Call beraten lassen und digitale Verschreibung als PDF aufs Handy erhalten
  3. PDF bei der gesetzlichen Krankenkasse einreichen und Freischaltcode erhalten
  4. Freischaltcode in der DiGA M-sense Migräne eingeben und die Gesundheits-App starten oder weiter nutzen

Der Fragebogen ist nicht sonderlich lang und beinhaltet Fragen zur Krankheit und ihren Symptomen. Wenn man bereits Unterlagen hat, kann man sie zur Vorbereitung auf die digitale Sprechstunde mit hochladen, muss man aber nicht. Ich hatte z.B. meinen Arztbrief aus der Klinik mit der Diagnose „chronische Migräne mit Aura“ und einer Übersicht meiner Medikamente und Behandlungsmethoden und lud ihn mit hoch. 

Im zweiten Schritt bekam ich mehrere zeitnahe Termine mit Zeitfenstern zur Auswahl und konnte mir einen aussuchen. Ein Zeitfenster war z.B. Freitag von 9 – 10.30 h. Nach Beenden des Fragebogens bekam ich dann einen konkreten Termin in diesem Zeitfenster zugesandt, z.B. 9.15h.

Zum Termin selber brauchte ich nur meine Krankenkassenkarte der gesetzlichen Krankenversicherung, mein Handy mit Kamerafunktion, die Teleclinic-App und mich selbst. Ich bekam eine Erinnerungsnachricht und loggte mich zum genannten Zeitpunkt in die Teleclinic-App ein. Die digitale Sprechstunde mit einem*r Ärzt*in fand als Video-Call über die App statt. Ein sehr netter Arzt führte das Gespräch mit mir und verschrieb mir im Anschluss sehr unkompliziert die Migräne-App.

Da ich viel im Ausland bin, habe ich auch die App meiner Krankenkasse auf dem Handy. Ich konnte also einfach die direkt im Anschluss an das Gespräch übermittelte, digitale Verschreibung aus der Teleclinic-App in meine Krankenkassen-App transferieren. Auch meine Krankenkasse ist nicht von gestern und nach einem Tag hatte ich bereits den Freischaltcode in meinem Posteingang der Krankenkassen-App. So konnte ich den Code zeitnah in der DiGA M-sense Migräne eingeben und voila: der Zeitraum war erneuert.

Ich hätte übrigens noch 5 Tage Laufzeit aus meinem vorherigen Rezept gehabt und die 5 Tage wurden dann auf die 90 Tage gutgeschrieben. M-Sense Migräne war also ab dem Zeitpunkt noch 95 Tage gültig, was man jederzeit unter „Profil“ sehen kann. Man wird auch rechtzeitig durch eine Nachricht in der Migräne-App informiert, wenn der Nutzungszeitraum endet. 

Zur Zeit arbeite ich auf der Alp in der Schweiz und meine DiGA drohte die Tage auszulaufen. Wie auch schon beim letzten Mal besorgte ich mir eine digitale Sprechstunde bei der Teleclinic.

Und siehe da: ich hatte doch tatsächlich den gleichen Arzt vor mir. Er kannte mich also schon!

Der Arzt fragte mich, wie es mir ginge, was die Migräne machen würde und ob mir die DiGA gegen Migräne helfen würde. Es war ein kurzes aber freundliches Gespräch. Daraufhin verschrieb er mir erneut die App M-sense Migräne. Sehr nett und unkompliziert.

Die App auf Rezept kann man auch via digitaler Verschreibung bekommen!

Warum mir die DiGA M-sense Migräne so wichtig ist?

Sie ist mein Migräne-Tagebuch sowie Akuthilfe und Therapiemethoden in einem. Durch die App konnte ich durch wenige tägliche Eingaben einige meiner Trigger identifizieren und so meine Migräne besser in den Griff bekommen. Zudem liebe ich den Überblick, den ich über meine Attackentage, genommenen Medikamente, und Übergebrauchsschwelle habe. Mehr darüber habe ich auch schon in einem Artikel über meine Erfahrungen mit M-sense Migräne geschrieben!

Wer die DiGA gegen Migräne noch nicht hat, sie aber mal ausprobieren möchte: jeder mit einer diagnostizierten Migräne kann sie sich durch einen Arzt oder eine Ärztin verschreiben lassen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten. 

Migräne Betroffene werden durch die digitale Verschreibung entlastet, da sie nicht alle drei Monate in die Praxis gehen müssen!