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5 Fragen zu deiner Migräne: Vera

Diana Hagenberg
Diana Hagenberg

Diana ist Head of Marketing für M-sense. Sie spinnt Ideen, fährt Kampagnen, analysiert wie es läuft und tummelt sich bei Facebook, Twitter und Instagram.

Wer unter Migräne oder Spannungskopfschmerzen leidet, wird oft selbst zum Experten. Hier erzählt uns Vera ihre Geschichte, und was sie gegen ihre menstruelle Migräne tut.

Wenn du auch mal Fragen zu deinen Kopfschmerzen beantworten willst, schreibe einen Kommentar oder schicke uns eine E-Mail an kontakt@m-sense.de.


Name: Vera
Tätigkeit: Ärztin, Mutter von drei Kindern
Kopfschmerzart: menstruelle Migräne
Häufigkeit der Attacken: 1 mal pro Monat (dann jedoch meist 2 Tage
lang)



1. Seit wann hast du Migräne und wie hat sich die Krankheit entwickelt?

Schon als Jugendliche litt ich während meiner Periode an heftigen Kopfschmerzen, jedoch ohne Übelkeit oder anderen Begleiterscheinungen. Letztlich hat sich die Symptomatik über die Jahre immer mehr verschlimmert. Für einige Zeit habe ich auch die Pille ausprobiert, was bei mir jedoch die Attacken deutlich verschlimmert hat.

Während meiner drei Schwangerschaften und während der Stillzeiten war ich völlig migränefrei, was ich enorm genossen habe. Allerdings wurden meine Attacken nach jedem Kind heftiger und länger.



Migräne in der Stillzeit


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2. Wie wirkt sich deine Migräne auf deinen Alltag als Mutter mit drei Kindern aus?

Schwierig ist es für mich als Mutter, wenn die Kinder während einer Attacke eigentlich von der Kita oder Schule abgeholt werden müssen und ich nicht mehr aufstehen kann. Dann versuche ich meinen Partner oder Freunde anzurufen, um einzuspringen. Das hat bisher immer sehr gut funktioniert.

Wenn ich alleine mit den Kindern zu Hause bin, bestellen wir dann Essen und die Kinder dürfen Filme schauen. Meine beiden Großen stören die Attacken eigentlich kaum. Sie freuen sich dann, dass der Alltag mal etwas läuft und sie „mehr“ dürfen.


Meiner jüngsten Tochter macht mein Zustand dann jedoch Angst. Sie versucht sich zu mir ins Bett zu legen und fragte ständig noch ob das „Aua im Kopf“ weg ist. Generell erfahre ich jedoch viel Unterstützung seitens meiner Eltern und meines Partners. Auch meine Mutter und Großmutter litten früher unter menstrueller Migräne!


3. Was ist für dich das besondere an menstrueller Migräne?

Im Unterschied zu anderen Migräneformen ist die menstruelle Migräne bei einem regelmäßigen Monatszyklus zeitlich relativ gut vorhersehbar. Bei mir kamen die Attacken lange am zweiten Tag meiner Menstruation. Mittlerweile hat sich diese Regelmäßigkeit jedoch gelegt und die Attacken treten irgendwann im Zeitraum von zwei Tagen vor bis zum letzten Tag der Menstruation auf. Leider sind die Attacken immer sehr heftig und dauern lange an, was typisch für menstruelle Migräne ist.



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4. Was hilft bei dir, damit die Schmerzen verschwinden?

Während der Attacken geht eigentlich gar nichts mehr. Ich fühle mich völlig ausgeknockt. Geplagt von heftigen Kopfschmerzen, Unterleibsschmerzen und starker Übelkeit ziehe ich mich ins Bett zurück. Auch habe ich meist ein starkes Taubheitsgefühl in meiner rechten Körperhälfte. Zu Beginn der Attacke nehme ich dann etwas gegen die Übelkeit (meist Vomex) und anschließend Schmerzmittel. Dabei habe ich schon einiges ausprobiert (wie Triptane oder Naproxen). Momentan hilft mir ASS in Pulverform tatsächlich sehr gut. Das Hämmern und Dröhnen im Kopf entwickelt sich dann langsam zu einem halbwegs erträglichen Druckgefühl, ähnlich dem Spannungskopfschmerz. Die Übelkeit bekomme ich allerdings bis heute schwieriger in den Griff.


5. Hast du einen Tipp, den du anderen betroffenen Frauen mitteilen willst?

Ich finde es wichtig, offen über die Erkrankung zu sprechen und immer wieder dem Umfeld zu erklären, dass Migräne eben etwas Anderes als „ein bisschen Kopfweh“ ist.

Das versuche ich auch meinen eigenen Patientinnen zu vermitteln. Wir brauchen uns nicht für unsere Erkrankung zu schämen!

Und den Frauen mit Kindern empfehle ich, sich schon vorsorglich ein Versorgungsnetz für die Kinderbetreuung zurechtzulegen.

Häufig ist das Umfeld (Freunde, Nachbarn, Verwandte) hilfsbereiter als viele glauben. Fragt einfach mal nach! Und sollte es doch mal nicht mit der Betreuung klappen: viele Kinder freuen sich über einen ausgedehnten Filmnachmittag.